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Anleitung

Druckschalter am Hauswasserwerk richtig einstellen

Kurz erklärt

Übliche Werte sind 1,8 bis 2,0 bar Einschaltdruck und 3,2 bis 3,8 bar Abschaltdruck, also 1,4 bis 1,8 bar Schaltdifferenz. Der Kesselvordruck liegt 0,2 bis 0,3 bar unter dem Einschaltdruck. Eingestellt wird spannungsfrei: große Mutter verändert den Druckbereich, kleine Mutter die Differenz.

Luzatec Fachredaktion Fachlich geprüft von Lutz Zachert Stand 1. September 2026
Rückschlagventil 1 Zoll
Rückschlagventil 1 Zoll · Produktbild: Luzatec-Shop

Der Druckschalter ist das Gehirn jeder Hauswasseranlage: Er startet die Pumpe bei fallendem Druck und schaltet sie ab, sobald der Sollwert erreicht ist. Sind die Werte falsch gesetzt oder passt der Kesselvordruck nicht dazu, taktet die Anlage, der Druck schwankt und Membran, Motor und Schaltkontakte verschleißen schnell.

Richtwerte für die Einstellung

AnwendungEinschaltdruckAbschaltdruckKesselvordruck
Garten, ein Verbraucher1,5 bar3,0 bar1,2–1,3 bar
Einfamilienhaus, ein Geschoss1,8 bar3,5 bar1,5–1,6 bar
Zwei Geschosse / Dachbad2,2 bar4,0 bar1,9–2,0 bar
Bewässerung mit Sprinkler2,5 bar4,0 bar2,2–2,3 bar
Typische Einstellwerte nach Anwendung
  1. 1. Anlage stromlos und drucklos machen

    Sicherung aus, Zapfstelle öffnen, bis das Manometer auf 0 bar steht.

  2. 2. Kesselvordruck prüfen

    Am Luftventil des Druckkessels mit Reifendruckmesser messen und auf 0,2 bis 0,3 bar unter dem gewünschten Einschaltdruck korrigieren.

  3. 3. Deckel abnehmen

    Haube des Druckschalters lösen; sichtbar werden eine große Feder-Stellmutter (Druckbereich) und eine kleine (Differenz).

  4. 4. Einschaltdruck setzen

    Große Mutter im Uhrzeigersinn erhöht beide Werte gemeinsam. In kleinen Schritten – etwa eine halbe Umdrehung – arbeiten.

  5. 5. Differenz setzen

    Kleine Mutter im Uhrzeigersinn vergrößert den Abstand zwischen Ein- und Abschaltdruck. 1,4 bis 1,8 bar sind praxisgerecht.

  6. 6. Probelauf

    Deckel schließen, Strom einschalten, Zapfstelle langsam öffnen und Ein- sowie Abschaltdruck am Manometer notieren; bei Bedarf nachjustieren.

Wenn die Einstellung nicht hält

  • Druck fällt bei Stillstand langsam ab: undichtes Rückschlagventil oder Leckage in der Installation.
  • Pumpe schaltet nicht ab: Abschaltdruck über der Pumpenkennlinie, Luft in der Pumpe oder verstopfter Druckanschluss am Schalter.
  • Kurze Schaltspiele: Membran defekt oder Kessel ohne Luftpolster – Vordruck prüfen.
  • Schaltkontakte verschweißt oder verkohlt: Druckschalter ersetzen, nicht nachjustieren.

Häufige Fragen

Welche Werte sind Standard beim Hauswasserwerk?
1,8 bar Einschalt- und 3,5 bar Abschaltdruck deckt die meisten Einfamilienhäuser ab. Bei Zapfstellen im Dachgeschoss je 10 m Höhe etwa 1 bar zusätzlich einplanen.
Welche Schraube macht was?
Die große, mittige Mutter verschiebt den gesamten Druckbereich, die kleinere seitliche Mutter verändert nur die Schaltdifferenz zwischen Ein- und Abschaltpunkt.
Wie hoch muss der Vordruck im Druckkessel sein?
0,2 bis 0,3 bar unter dem Einschaltdruck, gemessen bei wasserseitig leerem Kessel. Bei 1,8 bar Einschaltdruck also etwa 1,5 bis 1,6 bar.

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