Ratgeber
Förderhöhe einer Pumpe verstehen und berechnen
Kurz erklärt
Die erforderliche Förderhöhe ergibt sich aus dem Höhenunterschied zwischen Wasserspiegel und Entnahmestelle, dem gewünschten Druck an der Entnahmestelle sowie den Druckverlusten in Rohren, Armaturen und Formteilen.
Die Förderhöhe beschreibt, welche Energie eine Pumpe dem Wasser zuführen muss. Sie setzt sich aus drei Anteilen zusammen und wird in Metern Wassersäule gerechnet.
Die drei Anteile
- Geodätische Höhe: Höhenunterschied zwischen Wasserspiegel und höchster Entnahmestelle
- Nutzdruck an der Entnahmestelle, umgerechnet in Meter Wassersäule
- Druckverluste durch Rohrreibung, Bögen, Ventile und Filter
Umrechnung Druck in Meter
Für Wasser gilt näherungsweise: 1 bar entspricht etwa 10,2 Metern Wassersäule. Diese Umrechnung folgt aus dem hydrostatischen Grundgesetz und gilt für Wasser bei üblichen Temperaturen.
Vorgehen in der Praxis
- Benötigte Fördermenge aus den gleichzeitig genutzten Entnahmestellen abschätzen
- Höhenunterschied messen
- Gewünschten Druck an der Entnahmestelle festlegen und umrechnen
- Druckverluste anhand von Rohrleitungstabellen oder Herstellerangaben ermitteln
- Anteile addieren und den Betriebspunkt mit der Pumpenkennlinie vergleichen
Häufige Fragen
- Wie viele Meter entsprechen 1 bar?
- Bei Wasser entsprechen 1 bar etwa 10,2 Meter Wassersäule. Für Überschlagsrechnungen wird häufig mit 10 Metern gerechnet.
- Zählt die Saughöhe zur Förderhöhe?
- Ja, der Höhenunterschied zwischen Wasserspiegel und Pumpe ist Teil der zu überwindenden Höhe. Zusätzlich begrenzt die Saughöhe physikalisch, ob überhaupt angesaugt werden kann.
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