Ratgeber
Kavitation an Pumpen erkennen und vermeiden
Kurz erklärt
Kavitation entsteht, wenn der Druck am Laufradeintritt unter den Dampfdruck des Wassers fällt. Es klingt wie Kies im Gehäuse, kostet Fördermenge und zerstört Laufradkanten. Abhilfe schaffen kleinere Saughöhe, größere Saugleitung und ein sauberer Filter.
Am Eintritt des Laufrads ist der Druck am niedrigsten. Sinkt er unter den Dampfdruck, bilden sich Dampfblasen, die im Druckbereich schlagartig zusammenbrechen. Die Implosionen tragen Material ab - zuerst an den Laufradkanten.
Woran Sie Kavitation erkennen
- Geräusch wie rollender Kies oder Prasseln im Gehäuse
- Schwankender Druck am Manometer und unruhiger Motorlauf
- Fördermenge sinkt, obwohl die Pumpe elektrisch normal arbeitet
- Nach Monaten: ausgefranste, poröse Laufradkanten
Die vier Hebel gegen Kavitation
| Maßnahme | Wirkung |
|---|---|
| Saughöhe verringern oder Pumpe tiefer setzen | Höchster Effekt, direkter Gewinn an Zulaufdruck |
| Saugleitung eine Nennweite größer | Weniger Reibungsverlust, ruhigerer Zulauf |
| Filter und Fußventil reinigen | Beseitigt Engstelle und Unterdruckspitzen |
| Fördermenge druckseitig leicht androsseln | Verschiebt den Betriebspunkt in einen sicheren Bereich |
Abgrenzung zu anderen Geräuschen
- Rumpeln und Heulen bei gleichmäßigem Druck: Lagerschaden
- Brummen ohne Anlauf: Kondensator oder blockiertes Laufrad
- Schlagen in der Leitung beim Abschalten: Druckstoß, kein Kavitationsproblem
- Klopfen im Gehäuse: Fremdkörper im Laufrad
Prüfung erforderlich: Ergebnis: gleichmäßiges Laufgeräusch, stabiler Druck, Fördermenge entspricht der Kennlinie.
Häufige Fragen
- Ist Kavitation sofort gefährlich?
- Kurzzeitig nicht, dauerhaft ja. Der Materialabtrag an Laufrad und Gehäuse ist nicht reparabel und senkt die Förderhöhe schrittweise.
- Hilft eine stärkere Pumpe?
- Nein, oft verschärft sie das Problem, weil sie mehr Volumenstrom durch die gleiche Saugleitung zieht. Zuerst die Saugseite verbessern.
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