Lexikonbegriff
Selbstansaugende Pumpe erklärt
Kurz erklärt
Eine selbstansaugende Pumpe kann Luft aus der Saugleitung fördern und dadurch selbst ansaugen, sobald ihr Pumpenraum mit Wasser gefüllt ist. Vollständig trocken arbeitet sie nicht, und die Saughöhe bleibt physikalisch begrenzt.
Der Begriff selbstansaugend führt oft zu Missverständnissen. Gemeint ist, dass die Pumpe Luft aus der Saugleitung entfernen kann – nicht, dass sie ohne Wasser im Gehäuse startet.
Funktionsprinzip
Im Pumpenraum wird Wasser mit der angesaugten Luft vermischt und die Luft druckseitig abgeführt. Dadurch entsteht in der Saugleitung Unterdruck, bis die Wassersäule die Pumpe erreicht.
Warum die Saughöhe begrenzt ist
Angesaugt wird durch den Luftdruck, der auf den Wasserspiegel wirkt. Daraus folgt eine theoretische Grenze von etwa zehn Metern; praktisch liegt die nutzbare Saughöhe wegen Reibung, Temperatur und Kavitationsreserve deutlich darunter. Die zulässige Saughöhe steht in der Anleitung des Geräts.
Häufige Fragen
- Muss ich eine selbstansaugende Pumpe befüllen?
- Ja. Der Pumpenraum muss vor der ersten Inbetriebnahme und nach längerem Stillstand mit Wasser gefüllt werden.
- Wie lange dauert das Ansaugen?
- Das hängt von Saughöhe und Leitungsvolumen ab. Dauert es auffällig lange oder gelingt es nicht, ist meist die Saugleitung undicht.
War dieser Artikel hilfreich?
Fehler entdeckt? Schreiben Sie uns über die Korrekturhinweise. Redaktionelle Grundsätze finden Sie in der Redaktionsübersicht.


