Lexikonbegriff
Kreiselpumpe: Funktion, Aufbau und Einsatz
Kurz erklärt
Eine Kreiselpumpe überträgt Energie über ein rotierendes Laufrad auf das Wasser. Die dabei erzeugte Geschwindigkeit wird im Gehäuse in Druck umgewandelt, wodurch Wasser gefördert und Höhe sowie Rohrwiderstand überwunden werden.
Kreiselpumpen sind die verbreitetste Pumpenbauart in der Wasserversorgung. Sie arbeiten kontinuierlich, sind mechanisch einfach aufgebaut und lassen sich gut instand halten.
Aufbau
Der Antriebsmotor treibt über die Welle das Laufrad an. Das Laufrad beschleunigt das Wasser nach außen; im Spiralgehäuse oder Diffusor wird die Strömungsgeschwindigkeit in Druck umgewandelt. Wellendichtung und Lagerung trennen und führen die rotierenden Teile.
Warum die Kennlinie entscheidend ist
Fördermenge und Förderhöhe einer Kreiselpumpe hängen voneinander ab. Steigt der Widerstand in der Anlage, sinkt die Fördermenge. Der Schnittpunkt aus Anlagenkennlinie und Pumpenkennlinie ist der Betriebspunkt.
Typische Einsatzfälle
- Wasserversorgung in Haus, Hof und Garten
- Bewässerung in Landwirtschaft und Gartenbau
- Förderung in gewerblichen Kreisläufen
- Druckerhöhung in Verbindung mit Druckbehälter
Häufige Fragen
- Was ist der Unterschied zwischen Förderhöhe und Druck?
- Beide beschreiben denselben Zusammenhang in unterschiedlichen Einheiten. Die Förderhöhe wird in Metern Wassersäule angegeben, der Druck in bar. Für die Auslegung wird meist die Förderhöhe verwendet, weil sie unabhängig von der Dichteangabe direkt mit Höhenunterschieden vergleichbar ist.
- Kann eine Kreiselpumpe trocken laufen?
- Trockenlauf sollte vermieden werden. Ohne Wasser fehlt die Schmierung und Kühlung an der Wellendichtung, was zu schnellem Verschleiß führen kann.
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